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Spielziel

 

Das Spielziel beim Tennis ist es, einen Tennisball einmal mehr als der Gegner regelgerecht über ein in der Mitte gespanntes Netz in sein Spielfeld zu spielen. Der Ball darf maximal einmal den Boden berührt haben, bevor er mit dem Tennisschläger zurückgespielt werden muss. Der Ball kann auch direkt, ohne Bodenberührung, als Volley aus der Luft genommen werden. Beim Zurückspielen darf der Ball in jedem Fall den Boden erst nach Passage des Netzes wieder berühren. Eine Berührung oder das Rückspielen des Balles mit einem Körperteil ist regelwidrig. Das Spielziel ist es, eine festgelegte Anzahl von Punkten zu erreichen.

 

Zu Beginn eines Ballwechsels steht der Aufschlag, der diagonal in ein kleineres Feld, das Aufschlagfeld, gespielt werden muss. Gelingt dieses nicht geht der Punkt an den Gegner. Jedem Spieler stehen pro Punkt zwei Aufschlagsversuche zu. Bei Netzberührung wird der Aufschlag wiederholt, sofern der Ball im Aufschlagfeld landete.

 


 

Zählweise

 

Das komplette Spiel (auch Match genannt) ist in Sätze unterteilt, die wiederum aus mehreren Spielen bestehen. Um die Zweideutigkeit des deutschen Wortes „Spiel“ zu vermeiden, werden hier die englischen Begriffe Match und Game verwendet.

 

Im Amateurtennis wird im Allgemeinen auf zwei Gewinnsätze gespielt. Danach gewinnt derjenige das Match, der mindestens zwei von maximal drei Sätzen gewinnt. Bei den Senioren wird häufig statt eines entscheidenden dritten Satzes auch ein Tie-Break gespielt. In manchen Verbänden des DTB (zum Beispiel in Baden-Württemberg und Bayern) wird auch in Verbandsspielen (Damen und Herren) kein dritter Satz gespielt. Stattdessen wird ein sogenannter Match-Tie-Break auf zehn Punkte gespielt.

 

In einem Game hat einer der Kontrahenten das alleinige Aufschlagrecht. Die Zählung innerhalb eines Games beginnt bei 0. Die ersten drei gewonnenen Punkte eines Spielers werden mit den Spielständen 15, 30 und 40 bezeichnet. Dabei nennt man den Punktestand des Aufschlägers immer als erstes. Ein Spieler, der ab einem Spielstand von "40" einen weiteren Punkt gewinnt und dabei zwei Punkte Vorsprung hat, gewinnt das Game. Spielstände ab 40:40 bezeichnet man als

 

- Einstand (deuce), wenn Punktegleichstand besteht

- Vorteil (advantage), wenn der Spieler einen Punkt Vorsprung hat und somit mit dem nächsten Punkt das Spiel gewinnen kann.

 

Die Bezeichnung 40:40 ist ungebräuchlich. Eine Ausnahme bilden die French Open, bei denen der Schiedsrichter bei Erreichen von "40" für beide dies auch so ansagt („quarante-à“). Kommt es im laufenden Spiel erneut zum Einstand, wird dagegen „égalité“ angesagt.

 

Ein Satz ist beendet, wenn ein Spieler mindestens sechs Games, bei mindestens zwei Games Unterschied, gewonnen hat. Da der aufschlagende Spieler im Vorteil ist und nach jedem Game das Aufschlagrecht wechselt (siehe Hauptartikel Aufschlag) kann es relativ lange dauern, bis ein Satz gewonnen ist. Aus diesem Grund wurde 1970 beim Stand von 6:6 nach Games der Tie-Break eingeführt. Beim Tie-Break wird jeder Fehler als Punkt gezählt. Ein Tie-Break ist dann gewonnen, wenn ein Spieler mindestens sieben Punkte gewinnt und mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Das Aufschlagrecht wechselt nach je zwei Punkten; beim ersten Punkt, bei dem der Aufschlag von rechts erfolgt, jedoch nach dem ersten Punkt.

 

Eine Besonderheit ergibt sich noch bei Anwendung der No-Ad- bzw. Deciding-Point-Regel. Sie kommt vor allem in Doppelkonkurrenzen zum Einsatz und dient der Abkürzung der einzelnen Aufschlagspiele. Wird der Deciding Point angewendet, so entscheidet bei Erreichen des Spielstands 40:40 der nächste Punkt über den Gewinn des Games, unabhängig vom Vorsprung. Es ist dann also nicht wie üblich ein Vorsprung von zwei Punkten zum Gewinn nötig. Eine weitere Besonderheit ist, dass die returnierende Partei beim Deciding Point die Wahl hat, von welcher Seite der Aufschläger serviert.

 

Das verlorene Game des Aufschlagenden wird Break genannt (der Aufschlagvorteil wurde „durchbrochen“). Ein Break stellt wegen der Bedeutung des Aufschlags einen besonderen Vorteil dar. Ein Ballwechsel, dessen Gewinn zum Break führen könnte, wird Breakball genannt.

 

Der Ballwechsel, der zum Gewinn des Satzes führen kann, wird Satzball, der zum Gewinn des Matches führen kann wird als Matchball bezeichnet.

 


 

Geschichte der Zählweise 

 

Zur Geschichte der Zählweise gibt es zwei Erklärungen. Meist wird vermutet, dass die Zählweise auf Geldeinsätze und Spielwetten im 14. Jahrhundert in Frankreich zurückgeht. So setzte man zum Beispiel einen gros denier, der wiederum einen Wert von 15 denier hatte. In einem Satz, der damals oft aus vier Spielen bestand, wurden also 4 mal 15 „deniers“ gesetzt: 15 - 30 - 45 - 60.

 

Eine andere Erklärung bezieht sich auf die Linien auf dem Spielfeld. Jedes Mal, wenn ein Spieler beim jeu de paume einen Punkt machte, bewegte er sich einen Streifen weiter und kam so allmählich der Mitte des Feldes näher. Das Spiel begann an der 0-Zoll-Linie. Gewann ein Spieler einen Punkt, rückte er zur 15-Zoll-Linie vor, dann zur 30-Zoll-Linie und schließlich zur 45-Zoll-Linie. Dann erst hatte er das Spiel gewonnen. Da man fand, dass diese Linie dem Netz zu nahe war, wurde die letzte Angabe auf eine 40-Zoll-Linie zurückversetzt.

 

In beiden Fällen wurde im 16. Jahrhundert der kürzeren Aussprache wegen „45“ durch „40“ ersetzt.

 

„0“ wird beim Tennis mit dem englischen Wort „Love“ bezeichnet. Der Ursprung dieses Ausdrucks stammt wahrscheinlich phonetisch vom französischen „l'œuf“ (=das Ei) und beschreibt damit das Aussehen der Null auf der Anzeigetafel. Gerade die Tatsache, dass auch andere Bezeichnungen oder Zählweisen (siehe oben) höchstwahrscheinlich dem Französischen entstammen, unterstreichen diese Theorie. Andere Quellen legen nahe, "Love" komme von der Redewendung „to do something for love“, was soviel heißt wie „etwas umsonst tun“. Ein Spiel, bei dem der Gegner null Punkte erzielt hat, heißt daher auch Love Game.

 


 

Spielfeld

 

 

Das rechteckige Spielfeld beim Tennis wird durch das Netz in zwei Hälften geteilt. Das Spielfeld ist 23,77 Meter (78 ft) lang. Die Breite für das Einzel ist 8,23 Meter (27 ft), für das Doppel 10,97 Meter (36 ft). Das Spielfeld wird durch Linien begrenzt, die sogenannten Grundlinien (Baselines) und Seitenlinien (Sidelines). Die Linien sind Bestandteil des Spielfeldes. Fällt der Ball (auch nur teilweise) auf eine Linie, so ist er nicht „aus“. Im professionellen Tennis werden zum Teil Videobeweise angewendet.

 

Die Grundlinien verlaufen parallel zum Netz, die Seitenlinien rechtwinklig dazu. Parallel zum Netz liegen auf beiden Seiten im Abstand von 6,40 (21 ft) Meter die Aufschlaglinien. Die Fläche zwischen Netz und Aufschlaglinien wird inoffiziell auch als T-Feld bezeichnet, da die Aufschlagmittellinie, die das T-Feld in zwei gleich große Flächen unterteilt, und die Aufschlaglinie ein großes T bilden. Dementsprechend wird die Aufschlaglinie auch als T-Linie bezeichnet. Die zwei Flächen eines T-Feldes werden Aufschlagfelder genannt. Der Bereich um die T-Linie wird auch Halbfeld genannt.

 

Das Netz ist in der Mitte 0,914 (3 ft) Meter hoch. Das Netz ragt an beiden Seiten mindestens 0,914 Meter (3 ft) über das geltende Spielfeld hinaus und muss an dieser Stelle eine Höhe von 1,07 Meter (3,5 ft) aufweisen.

 

Die Fläche zwischen Grundlinie und Einzäunung hat etwa eine Länge von 5,50 (18 ft) bis 6,40 Metern (21 ft). Die Breite der Fläche zwischen Seitenlinie und Einzäunung liegt bei etwa 3,04 (10 ft) bis 3,66 Metern (12 ft).

Die häufigsten Beläge von Tennisplätzen sind Sand-, Rasen-, Kunstrasen-, Teppich-, Kunststoffgranulat. Vor allem in nordamerikanischen Ländern ist der Hartplatz sehr verbreitet. Im Freien sind Sandplätze vorherrschend, in der Halle wird meist auf einem Hart- oder auch einem Granulatplatz gespielt.

 

 


Quelle: www.wikipedia.de

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