LKZ Sportredaktion (25.01.2010)

Krisenstimmung beim HCL

Herren mit zwei Niederlagen zum Rückrundenstart

Ludwigsburg - (shs) In der Hallenhockey-Regionalliga Süd setzte es am Sonntag für den Hockey Club Ludwigsburg im Auswärtsspiel gegen den Hanauer THC eine unnötige 6:7 Niederlage. Tags zuvor verloren die Barockstädter zu Hause verdient mit 6:9 gegen den TSV Mannheim.

Die Anhänger des Hockey Club Ludwigsburg wussten von der Stärke der Gegner des Wochenendes, doch dass der HCL nach den beiden Partien mit leeren Händen dastehen würde, daran mochte vor dem Spieltag noch keiner denken.
Gegen den Hanauer THC hatten die Schwaben am Sonntag alle Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Zwar lagen die Ludwigsburger zur Halbzeit noch mit 3:5 zurück, doch nach der Pause schien sich das Blatt zu wenden. Die Rothemden konnten zum 5:5 ausgleichen, ließen in der Folge allerdings mehrere gute Chancen zur Führung aus. Die Hessen nutzen hingegen ihre Möglichkeiten eiskalt und schossen sich mit zwei weiteren Treffern wieder in Front. Wegen einer Hinausstellung eines Hanauer Spielers konnte der HCL die letzten zehn Minuten sogar in Überzahl agieren, doch es wollte nur noch der Anschlusstreffer zum 6:7 gelingen.
"Das war eine bittere Niederlage", resümiert Herren-Trainer Helmut Schmidt. "Jetzt sind wir im Abstiegskampf angekommen. Wir müssen nun die Ärmel hochkrempeln, um den Abstieg zu verhindern. Das wäre der Super-Gau", weiß ein frustrierter  Schmidt.
Tags zuvor unterlagen die Ludwigsburger auch gegen TSV Mannheim. 6:9 lautete das Ergebnis nach einem Spiel, in dem der HCL zwar einen 1:6 Rückstand noch auf 5:6 verkürzen konnte, die Partie aber letztendlich verdient verlor. Schon nach dieser Niederlage war klar, dass sich die Rothemden keine Hoffnungen auf den Aufstieg mehr machen konnten, doch mit der zweiten Niederlage des Wochenendes einen Tag später stolperten die Barockstädter geradewegs in die untere Tabellenhälfte. Nur das bessere Torverhältnis schützt den HCL noch vor den Abstiegsrängen. "Wir laufen in dieser Saison unserer Form hinterher. Jetzt heißt es Schadensbegrenzung. Wir müssen die nächsten Spiele unbedingt gewinnen", fordert Schmidt.

Der HCL spielte mit: Sproß, Kniebühler, Placht (4), Beck, Schmidt (1), Koffler (1), Huber(3), Andreas Wörz (1), Alexander Wörz, Wiese (1), Bischof (1), Ortwein