LKZ Sportredaktion (06.07.2009) Tim Horlacher
Krimi mit grenzenlosem Jubel Damen des Hockey-Club schaffen den Aufstieg in die Regionalliga Mainz/ Ludwigsburg (tim) - Die Spannung war nicht mehr zu toppen, als selbst das Siebenmeterschießen im Kampf um den Regionalliga-Aufstieg keine Entscheidung brachte. Gastgeber TSV Schott Mainz und die Damen des Hockey-Club Ludwigsburg hatten beide vier ihrer fünf Siebenmeter verwandelt. Nach zwei Partien, Verlängerung und Siebenmeterschießen musste die Entscheidung um den Aufstieg in paarweisen K.O.-Runden fallen. Dass es überhaupt so weit kommen würde, damit hatte Mitte des ersten Abschnittes niemand mehr gerechnet. Unkonzentriert und nervös begannen die Damen des HCL das zweite und entscheidende Relegationsspiel. Nach einer 1:2-Hinspielniederlage gegen Mainz standen die Barockstädterinnen mit dem Rücken zur Wand und lagen in der alles entscheidenden zweiten Partie zudem mit 0:1 zurück. Doch mit dem Rückstand ging ein Ruck durch das Ludwigsburger Team. "Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können. Nach einem katastrophalen Start, haben wir das Spiel noch umgebogen, weil wir immer an uns geglaubt haben", so Placht. Noch vor der Pause egalisierte Sandra Happes und in Abschnitt zwei war es Irene Schickhardt, die nach einer Strafecke den Ball zum 2:1-Führungstreffer über die Linie brachte. Ein wahrer Hockey-Krimi Mit dem 2:1 hatten die Ludwigsburgerinnen das Hinspielergebnis egalisiert und es ging in die Verlängerung mit Golden Goal. Doch auch die zusätzlichen 15 Minuten brachten keine Entscheidung. Genau sowenig das anschließende Siebenmeterschießen. Es kam zum großen Showdown in paarweisen Siebenmeter-KO-Runden. Es sollte die große Stunde der erst 17-jährigen HCL-Torhüterin Julia Schöller werden. Gleich zwei Ludwigsburger Schützinnen hatten ihre Siebenmeter nicht verwandelt. Gleich zweimal hatten die Gastgeberinnen die Möglichkeit die Partie und damit den Aufstieg zu entscheiden. Doch der erste Siebenmeter der Mainzerinnen prallte ans Aluminium, den zweiten hielt Schöller. Und als Elke Singer die Ludwigsburgerinnen mit ihrem Siebenmeter in Führung brachte und damit die Türe zur Regionalliga erstmals weit aufstieß, behielt die 17-Jährige erneut die Nerven und parierte auch diesen Schuss. Die Sensation war perfekt. Nach einer 1:2-Hinspielniederlage hatte die HCL-Damen den Spieß in Mainz noch umgedreht und in einem wahren Krimi den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Für Trainer Placht der verdiente Lohn für viel Engagement und Wille seines Teams: "Wir sind in den letzten Monaten als Mannschaft zusammen gewachsen und haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen geformt. Dass wir jetzt in die Regionalliga aufsteigen ist unglaublich und der krönende Abschluss für eine tolle Saison", so Placht. Die HCL-Damen spielten mit: Schöller, Beurer, Nagaba, Beck, Madzari, Singer (2), Isabell Schmitt, Schmidt-Sandte (1), Jenny Schmitt, Buck, Meissner, Happes (2), Dorda, Socci, Schickhardt (2) und Schmid. |